„Regenwahrscheinlichkeit 92% doch wenn wi utstiegen, schient de Sünn!“ …
… prophezeite Jonny Carstensen anlässlich der alljährlichen Seniorenfahrt der beiden Dörfer am Donnerstag, den 22. Juni 2017. Nicht ganz ohne Zweifel, ob diese Vorhersage verlässlich ist, starteten um 9.00 Uhr morgens die Norstedter und Spinkebüller Senioren ihre Fahrt Richtung Ostseeküste, Nähe Timmendorfer Strand. Mit lachendem Gesicht begrüßten die beiden Gemeindevertreter, zu denen auch Roland Thomsen zählt, die 41 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Guten Mutes und mit dem Lied „Wo de Nordseewellen trecken an de Strand“ … starteten sie entspannt im Bus der Firma Nissen, gelenkt von dem geschätzten Busfahrer Heinz Helmut Jochimsen, der sozusagen auch Teil dieser traditionellen Reise ist, ihre Fahrt Richtung Südosten.
Der Fahrplan ist klar, wieder mit der allumfassenden Hilfe von Anke Thomsen verwirklicht, ist das Ziel das „Karls-Erlebnisdorf“ in Warnsdorf. Graue Wolken hängen am Himmel und lassen Jonny passend zur Situation die Frage stellen, wie schwer wohl so eine Wolke sein mag? Die Antwort ist: „Mehrere 100.000 Tonnen!“ Wie gut, dass sie uns, als kleine Tropfen verteilt, nichts anhaben können.
Im Bus wird sich gegenseitig erzählt, was die Zeit so gerade mit sich bringt, auch, dass leider einige Norstedter und Spinkebüller, auf Grund gesundheitlicher Beschwerden, nicht mitkommen können. Lustige Witze übers Mikro von Jonny oder dem Busfahrer vorgetragen, erheitern die Passanten, dann erreichen sie das erste Ziel: Mittagessen gibt es im Restaurant „Fegetasch“ am Plöner See. Bei leckerem Essen mit Schweineschnitzel und Hähnchenbrustfilet, reicht der Blick durch das Panoramafenster über den See, als sich plötzlich ein Gewitterschauer entlädt. Was da alles in kurzer Zeit zu Boden fällt, mögen die beschriebenen 100.000 Tonnen gewesen sein. Puh, Glück gehabt, nichts abgekriegt vom Regen, geht die Fahrt weiter, bis an Lübeck ran und vorbei nach Timmendorf, um ins spannungsvoll erwartete Warnsdorf zu gelangen. Doch denkste - ist nicht - denn überall sind die Straßen gesperrt – ständig müssen wir andere Wege anfahren – es folgt eine Umleitung auf die nächste. Endlich sind wir da. Halbe Stunde Verzögerung - und als der Busfahrer die Türen öffnet, öffnet sich auch der Himmel und die Sonne begann, wie von Jonny versprochen, ihr strahlendes Werk. Was für ein herrliches Wetter und was gab es jetzt alles zu bewundern!?! Mit dieser ausgezeichneten Stimmung, ging es nun in das Erlebnisdorf. Erdbeeren bestimmen das Geschehen in dieser Zeit und es gibt hier so viele davon, dass man gar nicht anders als nur staunen kann. Badewannen gefüllt mit diesen leckeren, frisch gepflückten roten Beeren, karamellisiert duftend, zu leckerem Eis serviert, oder in jeglicher Form zu Marmeladen, Konfitüren, Grütze und zu was sonst noch alles, verarbeitet. An den Wänden sind unzählbare Regale angebracht, in denen zusammengefasst die größte Porzellan-Kaffeekannen-Sammlung der Welt ausgestellt ist. Alle sind begeistert. „Lott uns man jetz man mol een hemm“ … sagt Sophie Jensen und gibt an die um sie herum aus der Selbstbedienungs-Station ein Erdbeerschnäpschen aus … „denn man Prost!“.
Der Hof selbst ist auf Familien als Zielgruppe ausgerichtet und bietet besonders Kindern viele Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten an. Den älteren Besuchern dagegen interessante Ideen, zu Allem was sich aus Erdbeeren herstellen lässt. Aber auch die Möglichkeit, sich an die eigene Kindheit zu erinnern und zu denken: “Damals, als wir noch Kinder waren, war dieses Spieleparadies „Bauernhof“, unser Leben!“
Wie schön ist es, miteinander diesen farbenfröhlichen Erlebnishof zu durchwandern, den Alltag für einen Augenblick zu vergessen und sich von der Idylle dieser Eindrücke tragen zu lassen. So geht es, nachdem sich alle zu einem Gemeinschaftsfoto vor dem Eingangsbereich treffen, zurück zum Bus, zurück, Richtung Heimat.
Ganz in der Nähe von Neumünster geht es in das ebenfalls idyllisch gelegene Looper Antik-Café. Hier stärken sich alle noch einmal mit leckerem Kaffee, Torte und Kuchen. Ein abschließendes Dankeschön an Anke Thomsen, die alles wieder großartig plante und organisierte. Eine
gelungene Tagesfahrt. Alle freuen sich schon auf nächstes Jahr!

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