Kitz-Rettung in Norstedt
Im Frühjahr werden die Grasflächen der Landwirte gemäht und größtenteils als Silage für Tierfutter eingefahren. Die Zeit der ersten Mahd ist auch die Zeit, in der die meisten Rehkitze gesetzt werden. Diese legt die Ricke, meistens sind es zwei Kitze, bevorzugt in die zu mähenden Flächen ab. In dieser Zeit, die bis zu drei Wochen dauert, fliehen die Kitze nicht. Sie verhalten sich bei Gefahr absolut still und drücken sich ins Gras. Das macht sie besonders gefährdet bei der Wiesenmahd, da sie auch bei herannahenden Maschinen nicht aufstehen. Die Norstedter/Spinkebüller Jäger haben bislang umgebaute Rauchmelder für die Kitzrettung eingesetzt. Jetzt wurde eine Drohne gekauft und drei Jäger haben einen dafür notwendigen Drohnenführerschein. Eine Kitzrettung muss in den sehr zeitigen Morgenstunden beginnen, da der Wärmeunterschied zwischen Erdboden und Kitz am größten ist. Je mehr sich der Erdboden erwärmt, desto schwieriger wird die Ortung. Wenn ein Kitz gefunden wird, muss es vorsichtig in eine Kiste gelegt und außerhalb der zu mähenden Fläche deponiert werden. Nach der Mahd wird das Kitz frei gelassen und wird von der Ricke wieder angenommen. Landwirte, die ihre Grasfläche im Norstedter/Spinkebüller Revierzum ersten Mal im Frühjahr mähen wollen, melden sich bitte zeitig bei dem Jagdleiter Harald Hansen (Telefon 0174–6935433 oder 04843-867) melden, um die Flächen absuchen zu lassen.
Sönke Holsteiner für die Jägerschaft Norstedt/Spinkebüll